FüreinfriedlichesunddemokratischesGedenkenam13.02.InDresden

28.01.2010
Pressemitteilung der Jusos Chemnitz

Für ein friedliches und demokratisches Gedenken am 13.02. In Dresden
Jährlich finden in Dresden anlässlich der Bombardierung am 13. Februar 1945 vielfältige Gedenkveranstaltungen statt. In ähnlicher Regelmäßigkeit nutzen Anhänger rechtsextremen Gedankengutes den Tag zur Schürung eines perfiden Opferkultes. Die Jusos Chemnitz rufen alle DemokratInnen auf, an diesem historisch bedeutsamen Jahrestag im Zeichen der Vergangenheitsbewältigung, aber auch in Hinblick auf gegenwärtige Probleme und das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben in Zukunft auf die Straße zu gehen. Genau an diesem Tag ist möglich und wichtig, mit vielen engagierten BürgerInnen für gemeinsame Überzeugungen und Ziele einzustehen. Eine konkrete Beteiligungsmöglichkeiten hierfür bietet eine Menschenkette in der Dresdner Innenstadt zu beteiligen, zu dem zahlreiche AkteurInnen, u.a. auch die Oberbürgermeisterin Dresdens, aufgerufen haben. Zudem wird eine Blockade des Naziaufmarsches durch das Bündnis „Dresden Nazifrei“, dessen Aufruf ebenfalls von zahlreichen UnterstützerInnen aus Parteien, Gewerkschaften, Kirche und Kultur unterzeichnet wurde.

Die Verquickung des Gedenkens der vielen Toten in der sächsischen Landeshauptstadt, ob in stiller oder öffentlicher Trauer, mit der Instrumentalisierung des Anlasses durch tausende Rechtsextreme (aus ganz Europa), die rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut unter dem Deckmantel der Demonstrationsfreiheit öffentlich verbreiten wollen, stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Während die neonazistischen TeilnehmerInnen zu tausenden nach Dresden reisen, bemühen sich unzählige Initiativen und Bündnisse um friedliche und demokratische Demonstrationen innerhalb dieses Spannungsfeldes. Ob von Parteien, Gewerkschaften, den Kirchen, zivilgesellschaftlichen Vereinigungen initiiert - über das ganze Jahr hinweg werden unzählige Vorbereitungen getroffen, um die Nazi-Demos am Aufmarsch zu hindern und eigene Akzente zu setzen. Entscheidend dabei ist aber die Beteiligung von jedem Einzelnem: Vor diesem doppelten Hintergrund sind alle BürgerInnen aufgerufen, die politische Verantwortung am 13.02. in Dresden wahrzunehmen und an den Veranstaltungen teilzunehmen.