JusosvorOrt-AustauschüberEnergiepolitikmitdenStadtwerkenChemnitz

29.05.2010

Umwelt- und Energiepolitik ist eines der Themen, welches regelmäßig Inhalt von Juso-Sitzungen ist, auch mit dem besonderen Fokus auf die regionale Energieversorgung.

Tobias Virgin
Tobias Virgin, JuSo Vorsitzender

Als Input für weitere Diskussionen zu diesem Thema aber auch als Blick über den Tellerrand unseres bisherigen Wissens besuchten wir am 14.April die Stadtwerke Chemnitz.

Natürlich stand die Perspektive regenerativer Energie und eine progressive Ausrichtung der Stadtwerke im Mittelpunkt unseres Interesses. Und dabei wurde deutlich, welche Faktoren bei der Zusammenstellung eines optimalen Energiemixes zu beachten sind, von topographischen Gegebenheiten über Investitionskosten bis hin zu den bundespolitischen Rahmenbedingungen in der Energiepolitik. Und diese ist gegenwärtig natürlich nicht förderlich für Energieanbieter, die sich eine progressive Energieversorgung auf die Fahnen geschrieben haben.

Aus „erster Hand“ wurde insgesamt klar, dass die hiesigen Stadtwerke zwar keine Motoren der Vierten Revolution sind, aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus ihre Unternehmenspolitik in die richtige Richtung gestaltet haben. So wird es mittelfristig eine Dezentralisierung der gegenwärtigen Energieversorgung, verstärkt Windkraft, Solarenergie und Investitionen in ein Biomassekraftwerk geben. Dass vieles davon momentan noch „unter der Oberfläche“ geschieht, sei dem Unternehmen nachgesehen. Jedoch ist es auch Aufgabe eines mehrheitlich städtischen Versorgers, das öffentliche Bewusstsein und die gesellschaftlichen Handlungen zu prägen und zu beeinflussen. Dazugehören beispielsweise sowohl eine Kommunikation der Ablehnung der von den Stadtwerken für das neue BürgerInnenzentrum vorgeschlagenen „grünen“ Baumaßnahmen wie auch eine klare Positionierung zum bisherigen Stiefkind, dem Verkauf von sauberem Strom.

Der Besuch war auf jeden Fall ein guter Auftakt, um sich des Themas in Zukunft wieder verstärkt zu widmen. Die Jusos Chemnitz bedanken sich bei den Stadtwerken, die sich wirklich viel Zeit für unsere Fragen genommen und eine intensive Diskussion geführt haben.