BekämpfungdesRechtsextremismusistgemeinsameAufgabevonPolitikundGesellschaft

17.11.2011
Heidi Becherer
Zur morgen geplanten Eröffnung eines rechtsextremen Schulungszentrums im Stadtteil Markersdorf erklärt Dr. Heidi Becherer, Stadträtin der SPD-Fraktion und eine der Mitorganisatorinnen der Anti-Nazi-Kundgebungen am 5. März: „Wir unterstützen alle Formen des friedlichen Protests gegen Neonazis! Das betrifft die Eröffnung des NPD-Schulungszentrums genauso wie die Teilnahme an Gegendemonstrationen bei Nazi-Aufmärschen!"

Das Vorhandensein von NPD-Schulungszentren und so genannter „Bürgerbüros" ist aus Sicht Becherers nur das Symptom, nicht jedoch die Ursache des Problems: „Rechtsextremismus zeigt sich nicht erst an dieser Stelle. Er beginnt viel früher - in den Köpfen der Menschen, mit billigen Stammtischparolen und Hetztiraden gegen alles, was fremd erscheint."

Umso wichtiger ist es aus Sicht der SPD-Stadträtin, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam Antworten auf dieses Problem finden: „Die Politik allein kann den Rechtsextremismus nicht erfolgreich bekämpfen. Dazu bedarf es des starken Engagements von weiten Teilen der Bevölkerung und vor allem auch frühzeitiger Aufklärung über die Gefahren, die von Neonazis und ihrer Ideologie ausgehen. Wichtig ist, dass sich die Chemnitzerinnen und Chemnitzer friedlich gegen diesen braunen Spuk zur Wehr setzen und zeigen, dass wir in unserer Stadt keine Nazis haben wollen, so wie es andere Städte immer wieder erfolgreich vormachen."

gez. André Horváth
Fraktionsgeschäftsführer