SPD-Unternehmerfordern:MehrkreativeKöpfe,mehrVielfaltvonKulturenundHautfarbenundeinetoppInfrastrukturbeiKitasundHorten!

17.10.2011

Am 10. Oktober fand im Chemnitzer Falke-Forum das Fachforum IT-Wirtschaft statt.

Thomas Jurk
Thomas Jurk, sächs. Staatsminister a.D.
Gerade in Chemnitz haben in den letzten Jahren kleinere IT-Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickelt und Arbeitsplätze in Chemnitz geschaffen. Einige von ihnen agieren heute als Marktführer in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Zwei davon sind die Chemnitzer Prudsys AG und die chemmedia AG.

Diese beiden Unternehmen sind Beispiele dafür, dass Chemnitzer Softwareschmieden nicht nur Innovations- und Fortschrittsmotor für Chemnitz sind, sondern auch Imageträger für unsere Stadt.

Den mit jedem Mouseklick, jeder Softwarelizens oder jedem E-Lerningsystem, das hier täglich an schweizer, französische oder US-amerikanische Kunden verschickt wird – immer steht dort auch „Made in Chemnitz“ drauf.

"Aus diesem Grund war mir dieses Fachforum mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Informationstechnologie auch so wichtig.",betonte Jörg Vieweg, stlv. Vorsitzender der SPD und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbstständige (AGS-Chemnitz), diese hatte das Fachgespräch organisiert.

Nach Viewegs Überzeugung wird es in den sächsischen Kommunen und besonders in Chemnitz wirtschaftliche Entwicklung, Entwicklung von Beschäftigung und guten Löhne nur geben, wenn es zukünftig gelingt, die folgenden Kriterien verstärkter auszubauen:

1) Viele kreative Köpfe vor Ort
2) Vielfalt von Kulturen und Hautfarben
3) Top-Infrastruktur bei frühkindlicher Bildung

Bei den Bedingungen für Unternehmen in der Informationstechnologie, also den Bedingungen für Kreative, haben wir in Chemnitz noch erheblichen Nachholbedarf. Fehlende ICE-Verbindungen, der stockende Ausbau der A 72 nach Leipzig und fehlende und am Bedarf orientierte Tagungs- und Kongressorte sind dafür nur drei Beispiele.

Auch beim Thema Vielfalt der Kulturen und Hautfarben, also einem Mehr an qualifizierten Migrantinnen und Migranten, hat Chemnitz noch viel Potential nach oben.

Einzig beim guten Ausbaustand von Kindertagesstätten und Horten erfüllt Chemnitz heute bereits den Standard für zukunftsfähige Kommunen.

Dies allein ist aber unzureichend, um wirtschaftliches Wachstum und Wachstum von Löhnen und Beschäftigung in den nächsten Jahren zu sichern. Will Chemnitz sich zukünftig im Wettbewerb der großen sächsischen Städte und darüber hinaus behaupten, müssen alle drei Kriterien gleichermaßen erfüllt werden.

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Beim Fachforum im Chemnitzer Falke-Forum wurden diese und andere Problematiken diskutiert.

"Ich persönlich glaube daran, dass Chemnitz das Potential hat, die genannten Kriterien zu erfüllen. Ich glaube daran, dass wir es hinbekommen, dass in Chemnitz viele Kreative leben und arbeiten. Dass es viele gut ausgebildete Migrantinnen und Migranten gibt und wir eine topp Infrastruktur bei Kitas, Schulen und Universitäten anbieten können.", so Jörg Vieweg abschließend.

Dazu braucht es aber viele engagierte und kluge Köpfe vor Ort. Genau mit denen müssen wir in Zukunft verstärkt ins Gespräch kommen!




Die AGS ist die wirtschaftspolitische Plattform der Sozialdemokraten, die Facharbeitsgemeinschaft für Wirtschaftsfragen in der SPD und zugleich deren Forum für den Mittelstand.