SPDfordertTempo30ZoneimStadtteilKappel

21.11.2010

Anfang diesen Jahres erhielt die Strasse Usti nad Labem im Stadtteil Kappel endlich einen neuen Fahrbahnbelag. Die Auto fahrenden Anwohner in Kappel freut´s, war es doch lange Zeit eine Schotter – und Schlaglochpiste

Jörg Vieweg
Jörg Vieweg, Vors. Ortsverein- Helbersdorf

Viele Familien mit Kindern und ältere Bewohner blicken aber auch mit Sorge auf die frisch sanierte Strecke zwischen Südring und Carl-Hamel-Straße. Den die angezeigten 50 Kilometer pro Stunde sind für viele Autofahrer nicht die Höchst-, sondern die Mindestgeschwindigkeit. Zu verlockend ist es offenbar auf dem kerzengraden Stück mal richtig aufs Gas zu treten und über den frischen Asphalt zu gleiten.

 

Zum Glück ist bis heute noch nichts passiert.

 

Bei der Raserei wird offenbar der Sportplatz, die beiden Jugendclubs „UK 13“ und „Känguruh“, die Kindertagesstätte „Glückskäfer“ und die Kleingartenanlage vergessen. Alle Einrichtungen sind stark frequentiert und liegen direkt an der vermeintlichen Rennstrecke.

 

„Muss erst ein Unfall passieren und das erste Kind auf der Straße liegen?“, fragt Jörg Vieweg vom SPD-Ortsverein. Aus seiner Sicht muss die Stadt hier für eine Verkehrsberuhigung sorgen. Die Aussage der Stadtverwaltung: „man kenne das Problem...“ und „werde es weiter beobachten...“ ist bloße Hinhaltetaktik.

 

Wenn sich Anwohner gefährdet fühlen muss sofort gehandelt werden.

 

Tempo 30Abhilfe könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h bringen. Dies wäre ein wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger entlang der Usti. Langsamerer Autoverkehr bedeutet weniger Unfälle mit Personenschäden und eine höhere Wohnqualität im Viertel. Sie nützt allen Anwohnern die sich durch hohe Fahrgeschwindigkeiten gefährdet fühlen.

 

Besonders Kinder brauchen in ihrer Wohnumgebung ein sicheres Umfeld, in dem sie sich zu Fuß bewegen können. Sie können Geschwindigkeiten altersbedingt nur schwer abschätzen. Darum sind sie auf bremsbereites, Langsames Fahren angewiesen.

 

Das erspart auch Eltern viel Sorge und viele Chauffeurdienste bzw. Begleitwege. Gans besonders männliche Jugendliche, sind als Fußgänger häufig risikofreudig und unvorsichtig. Sie profitieren neben älteren Menschen am meisten von langsamerem Straßenverkehr.

 

Vieweg fordert darum die Einrichtung einer Tempo 30 Zone für die Strasse Usti nad Labem.