WoDürermalteundHitlerschrie

30.06.2010

Chemnitzer SPD besucht Dokumentation auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Foto/ Hennig

Nachdem der Amerikaner mit dem braunen Stetson auf dem Kopf zum dritten Mal höflich, aber bestimmt aus dem Reisebus hinauskomplimentiert worden war, konnte die Gruppe Chemnitzer SozialdemokratInnen zur Stadtrundfahrt in das mittelalterliche Zentrum Frankens starten.

Dem vorausgegangen war das Mittagessen im historischen Lokal  Zum Spiessgesellen", gleich neben dem Rathaus am Markt. Angesichts des opulenten Mahls hätte das Restaurant auch gut "Zum Speisegesellen" heißen können, so, wie Jörg Vieweg unverdrossen behauptete.

Gleich nach der Ankunft in der Stadt Albrecht Dürers, Wilibald Pirckheimers und Veit Stoss  besichtigte die Gruppe das Dokumentationszentrum auf dem Gelände der Reichsparteitage der NSDAP. In den Resten der Brachialarchitektur Speers hat man auf beeindruckende Art und Weise die Möglichkeit geschaffen, sich über "Tausend" Jahre Nazidiktatur und die bis heute wirkenden Folgen zu informieren.

Die sehr modern und informativ gestaltete Präsentation vermittelt über authentische Dokumente, Videoeinspielungen und großformatige Fotomontagen einen umfassenden Einblick in das Geschehen vom Beginn der Naziherrschaft bis zum Nürnberger Prozess.

Jenem Gerichtsvorgang, in dem Einige aus der Verbrecherriege recht milde Strafen zugesprochen erhielten und in der alten, jungen Bundesrepublik noch etliche Jahre nach dem Kriegsende sehr einflußreiche Posten bekleiden konnten.

Höhepunkt des Tages war der Empfang im Karl-Bröger-Zentrum der Nürnberger SPD, wo ein Austausch zu Problemen der Kommunalpolitik stattfand. /Hennig