Über mich

Meine Mutter Gerda, ich und mein Vater Steffen
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir meine umsorgende Oma Hilde und mein Opa Erich. Die Beiden haben nach Kräften versucht, meinen jungen Eltern und ihren kleinen Enkel Jörg das Leben zwischen Zwickau (dem Studienort meiner Mutter) und Chemnitz (dort war mein Vater Dreher) zu erleichtern.
In unserer Zwei-Zimmer-Altbau-Dachgeschosswohnung wäre es ohne diese Unterstützung nicht gegangen.
Im Alter von 6 Jahren zog ich mit meinen Eltern ins Fritz-Heckert-Gebiet,
in den Stadtteil Helbersdorf. Endlich mein eigenes Zimmer, eine
Toilette mit einer Wanne in der Wohnung und endlich kein
Kohlengeruch in der Stube mehr. 
Ich staunte Bauglötzer
Meine Eltern waren ziemlich stolz, das erreicht zu haben.
Ich fand das alles nur toll und spannend.

Bis 1979 habe ich die Sprachförderschule in der Chopinstraße besucht. Ich weiß, dass ich mich noch heute dort gut auskennen würde, denn viel hat sich seit dieser Zeit in dieser Schule nicht verändert.
Dieser kleine Augenzwinker sei hier erlaubt. Denn nicht nur ich weiß: Hier muss und wird sich etwas ändern.
Die Bedingungen für Kinder der Sprachförderschule müssen verbessert werden.
Danach habe ich bis 1987 die Wenzel-Verner-Oberschule im Stadtteil Helbersdorf besucht.
Das ein Schulwechsel für einen Zwerg wie ich einer war nicht einfach ist, habe ich kennen gelernt. Heute bin ich überzeugt, dass ein gemeinsames Lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse oder bis zum Abitur für die Zwerge und Jungendlichen von heute, der bessere Weg ist.
Das wieder hinzubekommen bedeutet, noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten und „Dicke Bretter" zu bohren.

Beim Fußballspielen im Sportforum 1979
Wobei der Sportplatz die meiste Zeit beanspruchte. Zuerst im Trainingszentrum Leichtathletik, dann bei der BSG Wismut und danach im Chemnitzer Leichtathletik Club (LAC) hieß es für mich fünf mal die Woche Training und am Wochenende Wettkämpfe.
Von den 800-Meter-Läufen bis zum Halbmarathon, manchmal war ich Sieger, aber ich habe auch Niederlagen wegstecken müssen.
Was mir von dieser Zeit geblieben ist, ist der Blick für die lange Strecke, Mannschaftsgeist und Freundschaften, die bis Heute gehalten haben.

Ein wirklich harter Brocken, der "Wüstenbrander-Berglauf"
Die Trainings- und Wettkampfbedingungen im damaligen Sportforum waren für uns hervorragend und auf höchstem Niveau. Heute ist dies leider nicht mehr selbstverständlich. Darum kommt es aus meiner Sicht darauf an, das Schulzentrum Sport mit dem Olympiastützpunkt, dem Sportgymnasium und der Sportmittelschule weiterhin zu fördern und endlich umfassend zu sanieren.
In dieser Zeit der Lehre erhielt ich eine umfassende handwerkliche Ausbildung, lernte das Arbeiten mit höchsten Genauigkeiten und wie wichtig es ist, dass ein von mir gebautes Werkzeug in erster Linie praxistauglich für die Kollegeninnen und Kollegen in der Produktion sein muss. Leider konnte ich diese Fähigkeiten nicht lange unter Beweis stellen, denn nach einer kurzen Zeit als Geselle, hieß es für mich und die meisten meiner jüngeren Kollegen im März 1990: Null-Stunden Kurzarbeit.
Die politische Wende brachte mir also unverhofft und plötzlich einen Gewinn an Freizeit. Rumsitzen und die Dinge auf mich zukommen lassen, war nicht mein Weg. Genauso wenig, wie meine Koffer packen und meine Heimat in Richtung Westen, auf der Suche nach dem großen Glück, zu verlassen.
Diese tiefe Verbundenheit mit meiner Heimatstadt Chemnitz empfinde ich bis heute und so führte mich mein erster Weg aufs Arbeitsamt und der zweite ins Gewerbeamt, wo ich mich im September 1990 selbständig machte.
Bis 1998 verdiente ich mir meine Sporen als Büroleiter und Geschäftsführer im Bereich der Finanzdienstleistung, der Immobilienfinanzierung, der Projektentwicklung und Baubetreuung. Ich hoffe, dass sich die meisten meiner Kunden in ihren eigenen vier Wänden nach wie vor wohlfühlen. Wie die meisten Chemnitzer habe ich in dieser Zeit viele Menschen kennen gelernt, die gekommen sind und nur mein Bestes wollten.
Die Wenigen, die es ehrlich meinten, sind mir bis heute geblieben, die Anderen hüte ich in meiner „Schatztruhe der Erfahrungen".
Im Sommer 1998 betrat ich zum Ersten mal das ehemalige Kulturhaus „8. Mai" in der Lassallestraße in Chemnitz-Siegmar. Es war Liebe auf den ersten Blick ,und so machten sich drei Freunde daran, eine verrückte Idee umzusetzen und dem alten Gemäuer wieder Leben einzuhauchen.
Gemeinsam mit vielen Mitstreitern gelang es uns, einen Veranstaltungsort für zeitgenössische elektronische Musik zu schaffen und dabei unsere Gäste und Mitarbeiter in die Entwicklung des Hauses einzubeziehen. Der Club „Achtermai" in Chemnitz war im Jahr 2000 zu dem ostdeutschen Treffpunkt der nationalen und internationalen Szene für elektronische Musik geworden. Das macht mich und alle, die daran mitgewirkt haben, bis heute stolz. Ab 2001 wurde uns immer bewusster, das unser geschätzter Nachbar Niles- Simons und unser Vermieter TLG andere Pläne zur Entwicklung des Grundstückes hatten. Denkmalschutz und Veranstaltungsoffensive halfen letztlich nicht.
Der Abriss stand zum September 2004 fest.
Versöhnt hat mich ein Begegnung mit Prof. Dr. Hans J. Naumann (Geschäftsführer Niles Simons). Er besuchte gemeinsam mit seiner Frau eine unserer letzten Veranstaltungen im Kulturhaus "8. Mai". Prof. Dr. Naumann, den ich als herausragenden Unternehmer sehr schätze, erläuterte mir seine Pläne für das Grundstück.
Heute steht an gleicher Stelle eine moderne Produktionshalle, viele Menschen haben neue Arbeit und das ist gut so.
Was von dieser Zeit bleibt, sind unvergessliche Party- und Konzertnächte, die Chemnitztrucks auf der Loveparade in Berlin, ein Puhdys-Konzert am 7. Mai im „8. Mai", auf der ich meine jetzige Frau Daniela kennen und lieben gelernt habe. 
"Chemnitztruck" auf der Loveparade - Berlin 2002
Die Ereignisse und Erfahrungen dieser Jahre weckten mein Interesse für Politik. Mir war klar geworden, dass die Chemnitzer Jugendkultur eine starke Stimme braucht. 
Blick vom "Chemnitztruck" auf die Siegessäule - Loveparade 2002
Meckern gilt nicht. Jetzt geht's um Mitmachen und Mitgestalten.
Mit dem Umzug in den Südbahnhof auf der Reichenhainer Straße im Sommer 2004 begann für unser ganzes Team eine intensive Zeit der Umstellung.
Zusammenhalt und offene Auseinandersetzung haben diese Zeit geprägt.
Es gelang uns, dem Haus ein neues Profil zu geben, ein Profil, das bei den Besuchern ankommt. Der Südbahnhof ist heute eine gefragte Adresse für Rock, Rock'n Roll und Independentveranstaltungen. Bei uns finden wieder Konzerte und Partys statt. 
Unsere Gäste wissen das zu schätzen, denn Sie spielen die 1te Geige.
Kommunalpolitische Entscheidungen vorzubereiten braucht Zeit und Durchhaltevermögen. Ich freue mich darum, dass es seit nunmehr drei Jahren möglich ist, der Chemnitzer Jugendkultur mit Mitteln aus dem kommunalen Haushalt zu helfen.
Politik ist für mich praktische Projektarbeit. Ich freue mich, dass es gelungen ist, für viele gute Projekte eine Förderung auf den Weg zu bringen. Kulturförderung ist eine freiwillige Leistung der Kommune und muss mit jedem Haushalt verteidigt werden.
Dies zu tun wird auch in Zukunft einer meiner Schwerpunkte in der politischen Arbeit sein.
Liebe Clara,
seit Du da bist, bin ich nicht nur ein glücklicher Papa, sondern sehe die Welt mit ganz anderen Augen. Ich wünsche mir, dass du eines Tages stolz von deiner Geburtsstadt Chemnitz erzählst. Dich gern an Deine Kindergartenzeit erinnerst, als in der Ganztagsschule deine Liebe zur Musik geweckt und gefördert wurde. Du Freunde findest, deren Eltern aus Afrika, Asien oder Amerika kommen und ihr alle ohne Angst durch die Straßen unserer Stadt gehen könnt. Mami mit einem Eis auf der Bank unter den großen Bäumen auf dem Neumarkt auf Dich wartet und ihr beide wieder einmal zu einem Bummel durch die wunderschöne Innenstadt aufbrecht. Während unsere ältere Nachbarin, gleich um die Ecke ihren Nachmittagskuchen kauft, um ihre Freunde im Seniorenclub zu treffen.
Ich drücke Dich ganz fest.
Dein Papa
P.S.: Doch bis alle Chemnitzer so stolz von ihrer Stadt erzählen, muss noch viel getan werden und dafür möchte ich mich einsetzen, für ein noch schöneres Chemnitz kämpfen.
Den gute Kommunalpolitik und eine Starke Stimme im Landtag gehören zusammen.
Liebe Chemnitzer, sprechen Sie mit mir, teilen Sie mir mit, was Ihnen auf den Nägeln brennt.
Ich höre Ihnen zu und nehme Sie ernst.
Ich möchte ihr Abgeordneter sein, ihre Sorgen, Probleme, ihre Stimme in den Chemnitzer Stadtrat tragen und im Landtag in Dresden, als Chemnitzer für Chemnitz kämpfen.
In den kommenden Monaten wird gleich zwei Mal gewählt. Am 7. Juni der Stadtrat und am 30. August finden die Landtagwahlen statt.
Dazu lade ich Sie herzlich ein. Kommen Sie zur Wahl.
Und bis dahin möchte ich mit ganz vielen Chemnitzern in meinem Wahlkreis ins Gespräch kommen. Denn eins steht fest: Ich möchte nämlich kein Politiker sein, dem man nachsagt: „...der macht doch eh’, was er will!“
Rufen Sie mich an unter: 0371/2624798.
Schicken Sie Ihre Mails über: www.joerg-vieweg.de.
Teilen Sie mir mit, was Sie von ihrem neuen Abgeordneten erwarten.
Ihr
Wir starteten im verflixten 7. Jahr, nach 6 Jahren wilder Ehe, am 07. Mai 2010 ins Eheleben.
Im Kreis unserer Familien feierten wir einen wunderschönen Tag.
"Dankeschön für alle guten Wünsche und Geschenke"
Daniela und Jörg Vieweg (sowie Töchterchen Clara)
Noch vor ein paar Jahrzehnten hätt´ste diesen Tag nicht erlebt.
Nun, die Entwicklung ist darüber weg.
Die Menschen werden alt.
Und die um Dich rum, sind teilweise auch alt. Deshalb - mach Dir nix draus.
Verheirateten haste Dich, mit Hilfe von Daniela, ja grade noch rechtzeitig können. Die Sache mit der Papiwerdung hat auch noch eben so geklappt.
Da kann eigentlich nicht mehr viel kommen.
Deine Zukunft lag gestern noch vor Dir. Heute ist das Geschichte.
Alles Gute zum Pfirsichsten.
Die vom - überwiegend - lebendigen Teil Deines Ortsvereins./Gerd Hennig









